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Wir wollen das Krankenhaus menschlicher machen
Interview mit Dr. Florian Bopp, Vorsitzender des Fördervereins menschmedius e.V.
Wenn Patientinnen und Patienten in den medius Kliniken behandelt werden, steht eines immer im Mittelpunkt: der Mensch. Doch Genesung ist mehr als gute Medizin – sie braucht auch ein Umfeld, das Sicherheit, Wärme und Unterstützung vermittelt. Dafür engagiert sich der Förderverein menschmedius e.V. Im Gespräch erklärt der Vorsitzende Dr. Florian Bopp, warum er sich für den Verein stark macht – und wie jede und jeder mithelfen kann.
Herr Dr. Bopp, viele kennen Sie noch als langjährigen Chefarzt bei den medius Kliniken. Heute engagieren Sie sich ehrenamtlich als Vorsitzender des Fördervereins menschmedius. Was treibt Sie an?
Ich habe in meiner Zeit als Chefarzt erlebt, wie viel Herzblut unsere Mitarbeitenden täglich in die Versorgung der Menschen stecken. Und gleichzeitig, wie knapp die Mittel manchmal sind, wenn es um Dinge geht, die über die reine Medizin hinausgehen. Oft sind es gerade diese kleinen Extras, die einen großen Unterschied machen. Genau da wollen wir mit menschmedius e.V. ansetzen.
Was genau fördert der Verein?
Wir unterstützen Projekte, die das Krankenhaus menschlicher machen – also Vorhaben, die das Wohlbefinden von Patientinnen, Patienten und Angehörigen verbessern oder die Arbeit der Pflegenden und Ärztinnen und Ärzte erleichtern. Das können Ausstattungen, besondere Therapiekonzepte oder Ausbildungsprojekte sein.
Ein anderes Projekt, das viele berührt hat, war die Spendenaktion von Abdullah Boylu. Wie wichtig sind solche Initiativen?
Solche Aktionen sind Gold wert und das gar nicht nur wegen des finanziellen Beitrags, sondern vor allem, weil sie zeigen, wie stark die Verbundenheit zwischen unseren Kliniken und den Patienten sein kann. Herr Boylu hat nach einem schweren Unfall in Nürtingen selbst als Patient erlebt, was medizinische und menschliche Zuwendung bedeuten kann. Das ist gelebte Solidarität, und sie motiviert auch andere, sich einzubringen. Zum Online-Artikel
Wie kann man selbst helfen oder Mitglied werden?
Das ist ganz einfach und wir freuen uns über jede Form der Unterstützung. Wer möchte, kann Fördermitglied werden oder einmalig spenden. Auch kleinere Beträge helfen uns, neue Projekte anzustoßen. Auf unserer Website finden Interessierte alle Informationen dazu. Darüber hinaus freuen wir uns auch über kreative Ideen: Vielleicht gibt es einen Verein, ein Unternehmen oder eine Schule, die eine Spendenaktion starten möchte. Jede Initiative ist willkommen.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Vereins?
Ich wünsche mir, dass menschmedius e.V. in der Region noch bekannter wird – als Brücke zwischen Bevölkerung und Klinik. Denn wir alle können einmal in die Situation kommen, im Krankenhaus zu sein oder Angehörige zu begleiten. Wenn wir dann wissen, dass es Menschen gibt, die sich um deutlich mehr als nur die medizinische Seite kümmern, dann gibt das Vertrauen und Zuversicht. Unser Ziel ist, Schritt für Schritt noch mehr Lebensqualität ins Krankenhaus zu bringen – für Patientinnen und Patienten, aber auch für diejenigen, die hier Tag für Tag ihr Bestes geben.
Mit Herz und Hand - wie menschmedius Gutes bewirkt
Vom Döner für den guten Zweck bis zur Puppe, die Leben retten hilft: Der Förderverein der medius KLINIKEN zeigt, was Dankbarkeit und Engagement bewirken können
Patientenmagazin MITTENDRIN 2026

Förderverein „menschmedius e.V.“ spendet neue Simulationspuppe für die Pflegeausbildung
10.9.2025
Ein fiebriges Baby, ein röchelndes Kleinkind, eine aufgeregte Mutter – Szenen wie aus der Notaufnahme. Doch im pädiatrischen Simulationszentrum „Simulino“ der medius KLINIKEN in Nürtingen handelt es sich nicht um echte Notfälle, sondern um hochentwickelte Simulatoren. Hier trainieren Auszubildende in der Kinderkrankenpflege realitätsnah, aber ohne Risiko für kleine Patientinnen und Patienten.
Damit diese Ausbildung noch praxisnäher wird, hat der Förderverein menschmedius e.V. eine moderne Simulationspuppe im Wert von 6.000 Euro gespendet. Sie ergänzt die bestehende Ausstattung und eröffnet künftig noch vielfältigere Trainingsszenarien.
„Mit dieser Spende möchten wir als Förderverein dazu beitragen, dass die Ausbildung junger Pflegekräfte bestmöglich gelingt“, erklärt Michael Grubwinkler, Geschäftsführer des Fördervereins. „Es liegt uns am Herzen, Projekte zu fördern, die direkt den Menschen zugutekommen – sei es Patientinnen und Patienten oder denjenigen, die sie tagtäglich versorgen.“
Warum eine Simulationspuppe so wertvoll ist
Die neue Trainingspuppe bildet ein Neugeborenes realistisch nach: Sie kann atmen, Puls zeigen, Geräusche von sich geben und über eine App gesteuert auf unterschiedliche Situationen reagieren. An ihr lassen sich typische pflegerische und medizinische Maßnahmen im Kindesalter üben – vom richtigen Lagern und Absaugen über das Legen einer Infusion bis hin zu Notfallszenarien. Für die Auszubildenden bedeutet das: praxisnah trainieren, ohne Risiko für echte kleine Patientinnen und Patienten. Fehler sind hier erlaubt und werden so zu wertvollen Lernerfahrungen, die im Ernstfall Sicherheit geben.
„Die Simulationspuppe ist für uns ein großer Gewinn“, betont Benjamin Richter, Leiter der Berufsfachschulen für Pflege an den medius KLINIKEN. „Unsere Auszubildenden können damit in einer sicheren Umgebung üben, was im Klinikalltag den entscheidenden Unterschied macht.“
Einzigartig in Deutschland
Mit dem Simulino beschreiten die medius KLINIKEN einen bundesweit einzigartigen Weg: Erstmals gibt es ein Simulationszentrum, das speziell auf die pädiatrische Pflege im Rahmen der generalistischen Ausbildung zugeschnitten ist. Hintergrund ist, dass es vielerorts kaum noch spezialisierte Kinderstationen gibt. Das Simulino schließt diese Lücke und sorgt dafür, dass Auszubildende praxisnah lernen können.
Blick in die Zukunft: großes Simulationszentrum
Die Spende des Fördervereins menschmedius e.V. ist zugleich ein erster Baustein für größere Pläne. Gemeinsam mit der Fritz-Ruoff-Schule und dem Landkreis Esslingen wollen die medius KLINIKEN ein umfassendes Simulationszentrum etablieren. Dort sollen künftig Ärzte, Pflegekräfte und medizinische Fachangestellte aller Ausbildungsstufen realitätsnah trainieren können – mit modernster Technik, VR-Brillen, Videoanalysen und verschiedenen Trainingspuppen.
„Solche innovativen Projekte passen perfekt zu unserem Vereinsziel“, sagt Grubwinkler. „Wir unterstützen dort, wo wir mit vergleichsweise kleinen Mitteln eine große Wirkung erzielen können und wo die Qualität der Versorgung und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten unmittelbar profitieren.“
Dr. Florian Bopp (rechts), Vorsitzender des Fördervereins menschmedius e.V., übergibt die Simulationspuppe an Norbert Nadler (Mitte), Klinikleiter der medius KLINIKEN KIRCHHEIM NÜRTINGEN, und Benjamin Richter (links) , Leiter der Berufsfachschule für Pflege an den medius KLINIKENAus Patient wird Unterstützer
27.8.2025
Wendlinger Gastronom spendet 2.500 Euro an Förderverein „menschmedius e.V.“ der medius KLINIKEN.
Vor knapp zwei Jahren änderte ein Autounfall das Leben von Abdullah Boylu schlagartig. Der 49-jährige Gastronom, Inhaber von „City Kebap“ in Wendlingen, musste sich in Folge dessen gleich zwei schwere Operationen an den Halswirbeln unterziehen. Heute geht es ihm wieder bestens. Seine Dankbarkeit für die medizinische Behandlung und die menschliche Unterstützung, die er während seiner Behandlungen in der medius KLINIK NÜRTINGEN erfahren hat, wollte Boylu nun mit einer ganz besonderen Aktion zum Ausdruck bringen: Fünf Tage lang spendete er für jeden verkauften Döner drei Euro an den Förderverein „menschmedius e.V.“ der medius KLINIKEN. Insgesamt kamen so mehr als 2.100 Euro zusammen – und Boylu rundete den Betrag aus eigener Tasche auf 2.500 Euro auf.
„Die Zeit nach meinem Unfall war für mich und meine Familie extrem schwer. Aber die Ärzte und Pflegekräfte haben mir nicht nur medizinisch hervorragend geholfen, sie haben mir auch Mut gemacht und mich auf dem Weg zurück in ein gesundes Leben begleitet“, sagt Boylu. „Deshalb war es mir wichtig, ein Stück zurückzugeben.“
Für Michael Grubwinkler (links im Bild), Geschäftsführer des Fördervereins, ist die Aktion ein starkes Signal aus der Region: „Wenn ehemalige Patientinnen und Patienten so viel Dankbarkeit empfinden, dass sie selbst aktiv für unseren Förderverein eintreten, ist das die schönste Anerkennung unserer Arbeit. Die Spende von Herrn Boylu fließt unmittelbar in Projekte, die den Klinikalltag menschlicher und besser machen.“
Auch Dr. Thomas Kaminski (rechts), Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie an der medius KLINIK NÜRTINGEN, ließ es sich während der Aktionstage nicht nehmen, bei seinem ehemaligen Patienten persönlich vorbeizuschauen. „Es freut mich sehr zu sehen, wie gut es Herrn Boylu heute geht und dass aus seiner Dankbarkeit heraus nun sogar Unterstützung für andere Patienten entsteht. Das ist ein ganz besonderes Zeichen“, betont Kaminski.
Der Förderverein „menschmedius e.V.“ engagiert sich seit mehr als einem Jahr für Projekte, die weit über die reine medizinische Versorgung hinausgehen – von der Anschaffung zusätzlicher Geräte bis hin zu Angeboten, die den Aufenthalt im Krankenhaus für Patientinnen und Patienten erleichtern. Damit unterstützt der Verein den gemeinnützigen Anspruch der medius KLINIKEN, den Menschen in der Region nicht nur eine hochwertige und wohnortnahe medizinische Behandlung zu bieten, sondern auch ein Umfeld zu schaffen, das Patienten und Angehörigen den Klinikalltag erleichtert.
Abdullah Boylu (Mitte) mit Chefarzt Dr. Thomas Kaminski (rechts) und Michael Grubwinkler (links), Geschäftsführer des Fördervereins „menschmedius e.V.“16.000 Euro für den Förderverein „menschmedius“ der medius KLINIKEN
30.9.2024
Nach dem Festakt des Landkreises Esslingen zur Verabschiedung von Landrat Heinz Eininger ist das Spendenkonto des Fördervereins „menschmedius e.V.“ um mehr als 16.000 Euro angewachsen. Der Landrat, der sich Ende dieses Monats in den Ruhestand verabschiedet, hatte statt Geschenken um eine Spende für den Förderverein der medius KLINIKEN gebeten. Mitte September wies das eigens eingerichtete Spendenkonto exakt 16.214 Euro aus. „Ich freue mich, dass sich die Gäste des Empfangs für den guten Zweck begeistert haben und danke allen für ihre großzügigen Spenden“, sagt Eininger.
Der auf Anregung aus der Mitarbeiterschaft im Juni dieses Jahres gegründete Förderverein soll Projekte unterstützten, die für Patientinnen und Patienten sowie für Mitarbeitende einen Zusatznutzen bringen. „Wir möchten noch mehr Lebensqualität ins Krankenhaus bringen“, fasst Dr. Florian Bopp, der Vereinsvorsitzende und langjährige Chefarzt der Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie, zusammen.
Ein Projekt hat der Förderverein schon avisiert: In den Kliniken sollen künftig mehr sogenannte „Advanced Practice Nurses“ (APN) eingesetzt werden. Die Pflegefachkräfte mit einer akademischen Masterqualifikation konzentrieren sich auf bestimmte Patientengruppen oder spezialisierte Versorgungsfelder, zum Beispiel bei chronischen Wunden oder Herzinsuffizienz. Zwei dieser spezialisierten Pflegekräfte sind in den Kliniken bereits im Einsatz, insgesamt sollen zehn APN-Stellen etabliert werden.
Über die Spenden freuen sich Dr. Jörg Sagasser, Geschäftsführer Medizin und stellvertretender Vorsitzender des Vereins, Dr. Florian Bopp, ehemaliger Chefarzt und Vereinsvorsitzender, Landrat Heinz Eininger, Aufsichtsratsvorsitzender der medius KLINIKEN, Sebastian Krupp, Geschäftsführer der Kliniken und Michael Grubwinkler, Klinik-Personalleiter und Geschäftsführer des Fördervereins (von links). Foto: medius KLINIKEN, Max Pradler